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Was ist eigentlich "AMALGAM" und was verursacht es?

Amalgam ist eine Legierung aus einer metallischen Komponente, die hauptsächlich aus Silber und Zinn aber auch aus Kupfer, Zink und Quecksilber besteht. Diese Anteile werden vermischt und die zunächst teigige Masse wird in den Zahn eingebracht und härtet dort rasch aus. Der Quecksilberanteil in einer Füllung beträgt etwa 50%. Durch Kauen, saure Getränke oder auch durch Temperatureinflüsse lösen sich aus dieser festen Masse feinste Bestandteile heraus, so auch das Quecksilber - Vergleichen Sie es mit einem Autoreifen, der sich auch langsam abnutzt. Das Quecksilber gelangt dann über den Magen/Darmtrakt bzw. die Lunge in den Körper. Dieses Schwermetall lagert sich besonders in den Nieren und dem Nervensystem ab. Da auch mit der Nahrung in immer stärkeren Ausmaß Quecksilber aufgenommen wird (zB.: Thunfisch, Krabben, Meeresfrüchte), sammelt sich immer mehr davon im Körper an, was aber nur sehr langsam auf natürlichem Wege ausgeschieden wird. Die Hälfte der jeweils aufgenommenen Menge ist erst nach etwa 18 Jahren eliminiert.

Zahnarzt Dr. Peter Spleit - AmalgamZahnarzt Dr. Peter Spleit - Amalgam

Da jeder Körper eine unterschiedliche Ausscheidungskraft besitzt, dauert es unterschiedlich lange, bis der letzte Tropfen das Fass zum überlaufen bringen kann. Dieser letzte Tropfen muss nicht unbedingt eine Amalgamfüllung sein! In der heutigen Zeit sind wir umgeben von Umweltgiften. Unser Körper versucht sich auch daran anzupassen. Doch sehen wir gerade aufgrund der rasanten Zunahme von Allergien, besonders bei Kindern, dass unser Körper an Grenzen stößt. Neben den Allergien gibt es weitere Symptome, die durch Amalgam/Quecksilber ausgelöst bzw. verstärkt werden können wie zB.:
  • Zittern
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Haarausfall
  • Metallgeschmack
  • Mundbrennen
  • Zahnfleischbluten
  • Krämpfe
  • Depressionen
  • Verdauungsprobleme
... daher sollten Sie auf die zusätzliche Belastung Ihrer Gesundheit durch Amalgamfüllungen verzichten!

Wie bekomme ich das Quecksilber aus meinem Körper?

Zunächst wird das Amalgam vollständig aus den Zähnen in möglichst großen Stücken entfernt. Dies erfolgt unter sorgfältiger Absaugung mit speziellen Absaugern. Zusätzlich können Mundspülungen mit Natriumdiosulfat zur direkten Neutralisation vorgenommen werden. Um die Auswirkungen gering zu halten, sollten das Vitamin C, Zink, Selen, Bärlauch und Mariendistel sowie die Ernährungsanregungen beachtet werden. Bei Schwangeren und Stillenden sollte bis zum Abstillen auf das Entfernen der Amalgamfüllungen verzichtet werden, da die Möglichkeit einer kurzzeitigen Erhöhung der Quecksilberbelastung durch die Aufnahme über den Utarus besteht.

Wieviele Füllungen in einer Sitzung entfernt werden, ist jeweils im Einzelfall in Bezug auf die Belastung festzulegen. Meistens können zwei Füllungen ausgetauscht werden. Bei kleinen Defekten kann anschließend direkt eine Kunststofffüllung (Composites) oder Einlagefüllung (Inlay) gelegt werden. Bei "großen Löchern", die nahe an den Zahnnerv heranreichen, wird für die Dauer von etwa einem halben bis einem Jahr eine Zementfüllung (Steinzement o. Glasionomer - / Compomerzement mit Calziumhydroxidunterfüllung) in den Zahn eingebracht, um im Zahnbein verbliebene Amalgamspuren aufzunehmen und eine eventuelle Reaktion des Zahnes abzuwarten. Die endgültige Versorgung erfolgt dann mit ausgetesteten Materialien (wie Gold, Keramik, Titan), die sowohl den biologischen als auch mechanischen Anforderungen entsprechen.

Durch die Schwermetallbelastung kommt es häufig zu einem Mangel an Vitaminen und Spurenelementen ...
Daher sollte je nach individueller Situation Vitamine, Calcium und Zink zusätzlich eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden.

Die Diagnose der Körperbelastung kann durch einen Urintest und Gabe von DMPS (Mercuval), einem Mittel, dass u.a. Quecksilber an sich bindet und dadurch kurzfristig über die Niere ausscheidet, ermittelt werden. Ein Kaugummi-Test kann den täglichen Quecksilberabrieb mengenmäßig erfassen. Beide Analysen werden in einem medizinischen Labor ausgewertet. Diese Ergebnisse erlauben Rückschlüsse über die Erkrankung und ergeben so Hinweise auf die zu wählende Therapie.

Um die im Körper abgelagerten Schwermetalle zu entfernen, wird je nach Schwere der Erkrankung und individuellen Gegebenheiten, eine entsprechende Ausleitungstherapie durchgeführt.
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